Sonntag, 18. Oktober 2009

Die "Quelle des Nils"

Am Samstag, den 26. September 2009, hatten wir einen Ausflug zur Quelle des Nils vor. Das hieß für uns alle Freitag Abend zuhause bleiben und früh ins Bett, da wir schon um 7.30h aufbrechen mussten. Das Frühstück am Morgen war auch dementsprechend hecktisch, da unter den 8WG Leuten 4Morgenmuffel dabei sind, da lernt man sich dann erst einmal richtig kennen.:)
Um 8.30h haben wir uns dann mit weiteren Deutschen und mit Leo (unser afrikanischer Mentor) am City Square getroffen.
Dann ging die Huckelpisten- Fahrt auch schon los, vor der es mich so gegraust hat. 16 Leute in einen Kleinbus reingepfercht, die sich dann 2h lang nicht bewegen können und das bei der Hitze hier. Spätestens da lernt man die Menschen richtig intensiv kennen durch die verschiedenen Gerüche der Körperflüssigkeiten, hmmmm lecker. Das ist für mich früh am Morgen nach dem Frühstück eine richtige Herausfroderung, doch da ich nicht zum ersten Mal in so einem Verkehrsmittel saß, habe ich mir gleich einen Fensterplatz gesichert. Und meinen MP3 Player zur Ablenkung hatte ich natürlich auch dabei.
Dann um 11.00h endlich die Erleichterung, wir sind da...
Die ersten live Eindrücke des Nils...ein gewaltiger Wasserfall...jaja die Gewalten der Natur können immer wieder faszinieren.

Wir haben erst einmal einen Zwischenstopp beim Ufer des Nils gemacht, da wir unsere Bootsafahrt erst um 15.00h gebucht hatten. Dort hat dann auch schon der zweite Matatou voll mit Deutschen und Afrikanern auf uns gewartet. Am Ufer haben wir erst einam die Eindrücke auf uns wirken lassen und natürlich jede Menge Fotos gemacht. Doch unser Adrenalin wurde angeregt als wir die ersten Wasserrafting Boote sich den Wasserfall hinunter stürtzen sahen. Vor allem die Schreie der Insassen haben unser Interesse geweckt! Und nach dem Wasserfall waren alle pitschnass. Dieses Erlebnis muss ich auch unbedingt  einmal mitgemacht haben.
So dann hatte uns mal wieder der Hunger ergriffen und schon saßen wir wieder im Matatou zu einem Buffet Restaurant. Diesmal nicht ganz so zusammen gepfercht, da das andere Matatou noch einen Platz frei hatte.
Am Restaurant angekommen, erst einmal Hände waschen, und schleunigst in die Schlange nur bestehend aus unserer Gruppe einreihen. Da ich mit manchen Speisen des einheimischen Essens nicht so sonderlich anfreunden konnte, blieb für mich nur Reis und Ciabatti übrig, und natürlich einen Hühnchenflügel mit Soße. Doch das war sehr wenig (der Hühnchenflügel bestand nur aus Haut und Knochen- Enttäuschung) und da es sich in Afrika nicht gehört sich einen Nachschlag zu holen, wurde ich nicht richtig satt, doch ich hab mich noch über die Reste der Anderen her gemacht. Außerdem waren wir danach Schmuck einkaufen (was in Jinja sehr günstig ist), das hat mich dann auch abgelenkt...
Um 15.00h war es dann endlich soweit, die Boostfahrt stand an!

Dafür sind wir erst einmal in ein super Bonzenhotel gegangen, da von dem dortigen Ufer aus die Boote bestiegen wurden. Wir wussten gar nicht mehr auf was wir schauen sollten, einfach nur schnell den andern hinterher laufen. Am Einstieg wurden wir wieder in zwei Gruppen eingeteilt und ich hatte das Glück mit Leo auf einem Boot zu sein. Denn nur unsere Gruppe hat an der Insel, wo die Quelle des Nils ist, einen  Halt gemacht und sich alles genau erklären lassen. Wir sind also im Viktoriasee gestartet und auf den Nil rübergefahren, die Insel liegt genau dazwischen. Genau bei dem Übergang vom See in den Fluss ist eine unterirdische Quelle, das heißt man sieht es an der Oberfläche richtig sprudeln, jedoch heißt es die richtige Quelle des Nils entspringt in den Bergen von Ruanda und Burundi. Aber das darf man nicht laut vor den Locals behaupten.:P

Im Folgenden die Quelle mit der Insel:






Nach einer Stunde schippern, war das Vergnügen leider auch schon wieder beendet, da bereits die nächste Gruppe wartete. Also haben wir noch 2h im Bonzenhotel gegammelt, das heißt erst mal Geld für was zu trinken ausgegeben und dann gemütlich die Füße in den Pool gehalten. Das war eine sehr schöne Atmosphäre in dieser "Scheinwelt Afrikas", man konnte die Bilder aus der Innenstadt Kampalas für einen Moment mal ausblenden, aber irgendwie habe ich mich im gleichen Moment wieder sehr schlecht gefühlt, da solche Eindrücke der armen Bevölkerung verwehrt bleiben und einem als Muzungu mal wieder alle Türen offen stehen.
So das war ein sehr anstrengender Tag und ich war auf der Heimfahrt so kaputt, dass ich trotz der Hitze und Enge gleich eingeschlafen bin, zum Glück hat uns der Matatou Fahrer gleich bis vor die Haustüre gefahren, sodass uns ein Matatouwechsel im Dunkeln erspart blieb (was auch nicht so einfach gewesen wäre, da wir ja 10 Leute waren, das ist ein volles Matatou).
Nach dem Abendessen (Spaghetti und Pommes) bin ich gleich ins Bett, denn ich war fix und fertig.

1 Kommentar:

  1. Hi Svenja dachte ich schreib dir mal bisschen was hier rein hab mir alle deine Artikel durch gelesen schon ziemlich heftig wies dort zur Sache geht hoffe du hast noch Spaß da unten ist echt super interessant zu sehn wie du mit all den Problemen umgehst und „klar kommst“ bin ganz beeindruckt wie sehr sich die kleine Svenja die ich kenn doch verändert hat ^^ bin auch sehr gespannt wenn du wieder kommst was du so alles zu erzählen hast ich wünsch dir alles alles alles gute viel Erfolg und halt die Ohren steif . I know I know wer schreibt den ganzen krempel hier überhaupt ^^ Stefan jetzt kommt bestimmt Stefan oO welcher von den ganzen :P der Kumpel deines Bruders natürlich

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