Eigentlich ist Weihnachten ein Fest der Familie, an dem man beisammen hockt, gemeinsam isst und das Familienbeisammensein genießt. Und vielleicht auch die Geschenke=).
Deswegen hatten wir, also Max, Benni, Ulla, Lisa und ich, auch eher Bedenken, dass Weihnachten besonders schön wird. Wir dachten vielmehr, dass wir unsere Familien besonders an diesem Tag sehr stark vermissen würden und an diesem Abend die Tränen fließen würden.
In Uganda feiert man Weihnachten erst am 25. Dezember und um die deutsche Tradition des Heilig Abend auch hier fortzuführen, beschlossen wir, am 24. unter uns zu feiern und gemeinsam zu kochen und den 25. mit unserer Gastfamilie zu verbringen.
Am Mittwochnachmittag sind wir losgezogen, um in der Stadt all die Zutaten zu kaufen, die man braucht, um ein richtig leckeres Barbecue zu zaubern. Am Abend sind wir noch in die Watoto Church und haben uns ein Krippenspiel angeschaut. Wir dachten zumindest am Anfang, dass es ein Krippenspiel sei .... wir waren in einem riesigen Gebäude, das vor lauter Menschen nur so aus den Nähten geplatzt ist. An der Decke hingen zwei riesige Leinwände, auf die zum Beispiel die Entstehungsgeschichte der Menschen und der Welt als Film projiziert wurden. Auf der Bühne waren ungefähr 150 Männer und Frauen, die Gospel gesungen haben, eine komplette Band, ein Balletcrew, die die Musik bildlich dargestellt haben, Solosänger, die mit ihren berauschenden Stimmen alle verzaubert haben, und Figuren. Gebetet wurde voller Elan und die Menschen um mich herum waren wie im Rausch, da sie Jesus in diesem Moment so nah sein konnten. Ein rundum vollkommenes Spektakel!
Am Donnerstagnachmittag haben wir dann am Nachmittag angefangen zu kochen. Es hat sich schnell herausgestellt, dass wir ein bisschen zu viel gekauft haben=).
Unsere Männer
Meine Putensticks
Lisa beim Eiersalat machen
Max darf von Ullas schwäbischen Kartoffelsalat kosten
Aber gegen neun Uhr abends saßen wir endlich auf unserer Veranda mit gefüllten Töpfen voller Leckereien und Benji stand als unser Grillmeister am superheißen Grill.
Wir genossen Schwäbischen Kartoffelsalat, Griechischen Salat mit Feta, Eiersalat, gefüllte Eier, getoastetes Brot, Chapati (afrikanische Teigfladen), Kräuterbutter, 2 verschiedene Dips, gegrillte Aubergine, Kartoffeln und richtig deutsches Fleisch (die Afrikaner mögen wohl gerne richtig zähes Fleisch). Ich hatte superleckere Putensticks gemacht und dann gab es noch indisch marinierte Putenfilets und deftige Schweinesteaks für die Jungs.
Zum trinken hatten wir zuerst selbstgemachtes Radler und dann -ja, im heißen Afrika- selbstgemachten Glühwein. Nach dem Essen haben wir uns mit dampfenden Tassen um eine Art Kerzenständer (Lukas Weihnachtsgeschenk für die Ssebo Green Wg) auf Decken gehockt und Bescherung gemacht. Das heißt, wir haben um die Geschenke gewürfelt. Jeder hatte mindestens ein Geschenk, da wir untereinander gewichtelt haben. Ich habe einen Schal, einen Geldbeutel (der mir bald wieder abhanden kam, siehe 1. Januar) und ein paar Ohrringe bekommen. Vor lauter Essen konnten wir uns alle nicht mehr bewegen, aber für ein bisschen Ananas und Rosinen war immer noch Platz....
Max mit Lukas Weihnachtsgeschenk: der selbstgebastelte Kerzenständer
Lisa und ich
Lisa und Ulla
Mein neuer Geldbeutel
Benji mit seinem Geschenk
Unsere afrikanische Mummi bei ihrer Bescherung
Um ehrlich zu sein, war das eines der schönsten Weihnachten, das ich je hatte. Die Harmonie, das Essen, der Ort, die Menschen, einfach alles war perfekt.
Das ugandische Weihnachten hat sich dagegen als ein bisschen langweilig herausgestellt.
Wir sind mit Ronnies Ehefrau zu deren Familie gefahren -natürlich mit einiger Verspätung. Dort angekommen haben wir erst einmal ganz viele neue Menschen kennengelernt und schon bald später wurde das Buffet eröffnet, das die typischen Sachen wie Motooke, Gnutsauce, Pilao, Reis, Kartoffeln, Greens, Krautsalat, Chicken, Beef und Pork und Chapati bot.
Die ganze Familie war zusammen, aber Geschenke gab es meines Wissens keine.
Am 26. Dezember ist hier in Uganda der sogenannte Boxing Day, das heißt der Tag, an dem die Geschenke geöffnet werden, doch in den meisten Familien schenkt man sich nichts.
So doch nun zu Silvester!
Ich wünsche erst einmal allen noch ein wunderschönes neues Jahr und hoffe, dass es für jeden von euch das bereit hält, das ihr euch sehnlichst wünscht.
Wir haben Silvester mit fast allen VIA Freiwilligen von Uganda hier in Ssebo Green am Pool gefeiert. Jeder hat etwas zu Essen mitgebracht und somit hatten wir schlussendlich ein sehr leckeres Buffett mit Salaten, Dips und Baguette.
Leider waren wir ein bisschen spät dran und haben deshalb dann das Feuerwerk in der Stadt verpasst und nur unter uns reingefeiert. Nach einigen Problemen ein Taxi zu finden und dem unumgänglichen Warten sind wir dann alle zusammen in die Stadt in eine Diskothek gefahren um dort noch ein wenig zu tanzen und weiter zu feiern. Als ich nach Hause kam, war es schon hell und ich ziemlich erschöpft...Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Abend, an dem alle zusammen waren, mit denen ich hier gut befreundet bin.
Camilla und Bob
Leider waren wir ein bisschen spät dran und haben deshalb dann das Feuerwerk in der Stadt verpasst und nur unter uns reingefeiert. Nach einigen Problemen ein Taxi zu finden und dem unumgänglichen Warten sind wir dann alle zusammen in die Stadt in eine Diskothek gefahren um dort noch ein wenig zu tanzen und weiter zu feiern. Als ich nach Hause kam, war es schon hell und ich ziemlich erschöpft...Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Abend, an dem alle zusammen waren, mit denen ich hier gut befreundet bin.
Jetzt folgen die Bilder von späterer Stunde:
also bitte nicht wundern:P
Ulla und Lisa
Lisa und ich
Benji und Ulla
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