Anfang Oktober fingen wir an im Babies Home zu arbeiten. Das Babies Home ist ein Auffanglager für Babies und Kleinkinder bis zu 6 Jahren. Fast alle Kinder werden von der Polizei aufgesammelt und ins Home gebracht. Es gibt dort knapp 10Mütter, die sich um die Kinder gruppenweise kümmern, sodass eine Mutter bis zu 7 Kinder betreut. Wir bekamen erst eine Probewoche um auch wirklich sicher zu sein, dass wir da weiterhin arbeiten bevor wir die ganze Bürokratie machen. Der erste Tag war sehr erschreckend, nicht wie bei der Besichtigung 28kleine Kinder bei ihrer Mama auf der Bastmatte, nein. 28schreiende, pinkelnde, scheißende, weinende Kinder im Fernseh Zimmer auf einem Haufen. Boahh das war anstrengend, der Lärmpegel war auch extrem hoch. Doch das Problem für mich war, dass nur die Babies bis 6Monate Windeln tragen, das heißt lauter Piss- Flecken auf dem Teppich und eingepinkelte Kinder, die getragen werden wollten. Da hatte ich schon große Berührungsängste muss ich zugeben. Dementsprechend fertig war ich nach meinem ersten Arbeitstag, aber meine Ssebo Green WG hat mich wieder aufgebaut und mir Mut zugesprochen. Am dritten Tag haben wir uns Schürzen gekauft, wie uns die ugandischen Praktikantinnen vorgeschlagen hatten, und seitdem bin ich glücklich. Alle Kinder sind super süß und ich erfreue mich sehr daran zu sehen wie die kleinen Babies Fortschritte machen. Es ist sehr schön jeden Morgen, egal wie es einem geht, mit einem Lachen begrüßt zu werden. Außerdem finde ich es sehr interessant die Charakterzüge schon bei so kleinen Wesen zu beobachten und es fasziniert mich. Unsere Arbeit ist es also den Kindern Liebe und Zuneigung zu vermitteln. Außerdem gibt es bei so vielen Kindern immer Wäsche zu machen und beim Abwaschen helfen wir auch gerne. Mich erfüllt diese Arbeit sehr und ich bin sehr glücklich darüber kein Lehrer mehr sein zu müssen. Also noch mal Danke Leo und via für den ermöglichten Wechsel. Es ist mir leider nicht gestattet Bilder von den süßen Kids zu veröffentlichen, da es sich um Waisen handelt, deren Identität geschützt werden soll.
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